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Ritter, Dene, Voss
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Sozialistische Schauspieler sind schwerer von der Idee eines Regisseurs zu überzeugen
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Tagebuch eines Wahnsinnigen
Tartuffe
The killer in me is the killer in you my love
Wenn, dann: Was wir tun, wie und warum (Arbeitstitel)
Werthers Leiden
Wilhelm Meister. Eine theatralische Sendung
Phädra
Jean Racine
Aus dem Französischen von Simon Werle
Vorwärts
Ich liebe, rasend, über alles mass.

Eine brennende, verzehrende Liebe steht am Beginn der Geschichte, die von Verleumdung, Rache, Mord und überschäumenden Gefühlen erzählt. Phädra, Frau des Königs von Athen, ist verliebt in ihren Stiefsohn Hippolytos. Als sie erfährt, dass ihr Mann in der Fremde gestorben ist, gesteht sie dem Sohn diese verbotene Leidenschaft. Hippolytos aber weist sie zurück, seine Liebe gehört Aricia. Eine verbotene Liebe auch dies, denn Aricia besitzt Ansprüche auf den Thron und wird deshalb von Hippolytos’ Vater gefangen gehalten. Doch die Schraube dreht sich weiter, der tot geglaubte Vater und Ehemann kehrt zurück: Ein Feldzug der Vergeltung und des Sterbens beginnt.
Racine, der Vollender der klassischen Tragödie und Protegé Molières, griff mit »Phädra« auf Euripides’ Tragödie »Hippolytos« zurück. Der Geschichte von Eros und Askese fügt er ein weiteres Spannungsfeld hinzu: Er lässt die extreme Gefühlswelt der Figuren auf eine strenge und harte Versform prallen, obsessive Leidenschaft auf gedankliche Schärfe und Genauigkeit. Seiner Heldin Phädra, hoch aufschäumend, gleichzeitig in untröstlichem Liebesverlangen tief niedersinkend, verleiht Racine die Intelligenz, ihre Schuld unbarmherzig analysieren und verurteilen zu können. Das Ergebnis: Liebe als Ursprung von Gewalt und unbändigem Hass, maßlos in jeder Hinsicht.
Oliver Reese, Intendant des Schauspiel Frankfurt, aber auch Autor und Regisseur, brachte zahlreiche Dramatisierungen (»Berlin Alexanderplatz«, »Lolita«) und Stücke nach biografischen Texten auf die Bühne (»Bartsch, Kindermörder«, »Emmy Göring an der Seite ihres Mannes«). Zuletzt inszenierte er »Der Mann ohne Eigenschaften« und »Ritter, Dene, Voss« am Deutschen Theater Berlin.

Kammerspiele
Premiere
12.12.09   > Ausverkauft
Regie
Oliver Reese
Bühne
Hansjörg Hartung
Kostüme
Elina Schnizler
Dramaturgie
Nora Khuon
Besetzung
Stephanie Eidt (Phädra)
Henrike Johanna Jörissen (Aricia)
Franziska Junge (Önone)
Christoph Pütthoff (Hippolytos)
Felix von Manteuffel (Theramenes)
Till Weinheimer (Theseus)
Luise Audersch (Panope)
Pressestimmen
 
Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Straße 17 | 60311 Frankfurt am Main
Tel: 069.212.37.000