




Drehbuch von Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich nach einer Vorlage von Rainer Werner Fassbinder
Eine zufällige Begegnung zwischen dem Sportreporter Robert Krohn und Veronika Voss tritt die Geschichte los. Veronika Voss, in den Dreißiger Jahren ein UFA-Star, gehört in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit zu den Verlierern. Psychisch labil, drogenabhängig und gealtert, bekommt sie keine Rollen mehr. Auch Robert erkennt die ehemalige Schauspielerin nicht. Fasziniert ist er dennoch – er kommt nicht mehr von der seltsamen Frau los. Nach und nach taucht er in ihre düstere Welt ein: Veronika ist abhängig, nicht nur von Alkohol und Medikamenten, sondern auch von Dr. Katz. Die Ärztin richtet ihre Patientin systematisch zugrunde. Als Gegenleistung für erhaltenes Morphium zwingt sie Veronika Voss dazu, ihr Vermögen an sie zu überschreiben.
Mit »Die Sehnsucht der Veronika Voss« schuf Fassbinder den Mittelteil seiner BRD-Trilogie. Wo »Die Ehe der Maria Braun« vom Wiederaufbau und »Lola« von der Anpassung an das Wirtschaftswunder erzählt, trifft man mit Veronika Voss auf eine Titelfigur, die ihre Mitarbeit an einem neuen Leben verweigert. Sie findet keinen Platz in der Gegenwart und zerbricht. Die tragische Geschichte der Veronika Voss, die ihrem ehemals glamourösen Leben nachhängt, ist zum Teil authentisch und dem Leben des UFA-Stars Sybille Schmitz (1909–1955) nachempfunden.
Hausregisseurin Bettina Bruinier wird dieses dunkle Drama um Verlust, Liebe und Abhängigkeit erstmals auf dem Theater in Szene setzen. Bettina Bruinier, geboren 1975, studierte Opern- und Schauspielregie an der Bayerischen Theaterakademie. Sie inszenierte u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Staatsschauspiel Dresden und am Münchner Volkstheater.
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