




Am Hof von Theseus, Herzog von Athen, steht eine Doppelhochzeit an. Während er die Amazonenkönigin Hippolyta zum Altar führen will, soll Hermia, dem Willen ihres Vaters folgend, Demetrius heiraten. Hermia aber liebt Lysander und flüchtet mit ihm vor der Eheschließung in den Wald. Den beiden eilt Heiratsanwärter Demetrius nach, seinerseits verfolgt von Helena, die in heißer Liebe zu ihm entbrannt ist.
Im Wald ist die bekannte Ordnung außer Kraft gesetzt. Es herrschen Oberon und Titania über ein Heer von Waldgeistern und Kobolden. Seit geraumer Zeit kriselt es in ihrer Ehe. Oberon will Titania ihre Kränkungen heimzahlen und beauftragt den Elfen Puck, ihr Liebestropfen zu verabreichen, die sie in das nächstbeste Wesen verliebt machen. So geschieht’s: Titania verfällt Zettel, einem Handwerker, der mit seinen Gesellen im Wald ein Theaterstück einstudiert. Und weil Puck das Chaos liebt, kann er der Versuchung nicht widerstehen und benetzt hier und da ein schlafendes Auge: Hemmungslos stürzen die Erwachenden auf das nächstbeste Objekt ihrer plötzlichen Begierde. Wen sie eben liebten, dem stehen sie nun gleichgültig gegenüber, wen sie vorher hassten, den lieben sie. Keiner weiß, wie ihm im Strudel der gleichermaßen beängstigenden wie lustvoll-verführerischen Ereignisse geschieht. Streit, Chaos und Anarchie greifen in dieser Nacht des Rausches, der geheimen Wünsche und Verwirrungen um sich. Nichts ist, wie es scheint.
Markus Bothe inszenierte in der vorigen Spielzeit »Roter Ritter Parzival« am Schauspiel Frankfurt. Er arbeitet sowohl für Oper als auch Schauspiel, u. a. an der Deutschen Oper Berlin, der Washington National Opera, dem Schauspielhaus in Hamburg, dem Theater Basel und der Staatsoper Stuttgart.