Kassandra

Foto: Florian Dürrkopp
nach Christa Wolf
Box
Premiere 03. Oktober 2023
ca. 1 Stunde 10 Minuten, keine Pause
TEAM
Regie: Manja Kuhl
Dramaturgie: Juliane Kann
BESETZUNG
Debora Vilchez (Live-Musik)
INHALT
Als aufsehenerregendes Ereignis wirken bis heute die Frankfurter Poetik-Vorlesungen von Christa Wolf 1982 fort, aus denen die nachfolgende Buchveröffentlichung sich entwickelte: »Kassandra« wurde zu einem Welterfolg und ist längst zu einem Klassiker geworden. Diese Erzählung des trojanischen Krieges, die den antiken Mythos aus der Perspektive der Seherin Kassandra interpretiert, war schon zum Zeitpunkt ihres Erscheinens auf vielen Ebenen lesbar: Als feministische Erzählung, in der eine Frau im Patriarchat versucht, ihre Stimme zu finden, als Erzählung des Kalten Krieges, in der die Parallelen zur Heimat Wolfs, der DDR, deutlich wurden.

Manja Kuhl wird den Text in der Box gemeinsam mit der Live-Musikerin Débora Vilchez auf die Bühne bringen. Das Augenmerk wird hierbei auf der eigenen Stimme liegen, auf dem Erkennen der eigenen Rolle und der Unaufhaltsamkeit von systemimmanenten Abläufen, die ein jeder voraussehen könnte und doch nicht wahrhaben will.

INHALTSWARNUNGEN
Einige unserer Inszenierungen enthalten potenziell sensible Inhalte, die bei manchen Menschen starke negative Emotionen auslösen oder (re-)traumatisierende Erinnerungen hervorrufen können. Wenn Sie zu bestimmten Themen vorab Informationen benötigen, schreiben Sie uns gern unter Dramaturgie.Schauspiel@buehnen-frankfurt.de.
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